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Bericht der SM

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Bericht Schweizermeisterschaft Rotsee 2006 1./2. Juli See-Club Zug

Prächtigster Sonnenschein und leichter Nordwind prägte das Meisterschaftswochenende der Ruderer auf dem Rotsee. Der See-Club Zug kämpfte mit 19 Booten vertreten um die Titelehre und konnte sich mit zehn Booten für die A-Finals am Sonntag qualifizieren. Ein Vizemeistertitel im Doppelvierer der Frauen und ein Bronzeplatz im Doppelzweier der Junioren 13/14 bildeten die Höhepunkte aus Zuger Sicht.

Vizemeister im Vierer

Die Renngemeinschaft Zug/Morges konnte sich leider im Meisterschaftsrennen im Doppelvierer der Frauen gegen den Titelverteidiger aus Belvoir nicht durchsetzten. In einem aufopfernden Rennen vermochte das Boot aus Zürich die etlichen Angriffe der Renngemeinschaft immer zu kontern. Somit vermochte der Vierer mit Sarah Zanuco, Chantale Duruz, Deborah, Birrer und Catherine Cruchon den Rückstand von einer Länge auf der zweiten Streckenhälfte nicht mehr wett zu machen und fuhr schlussendlich als zweiter ins Ziel. “Bevoir war wie erwartet stark am Start. Darauf hin vermochten sie ihren Vorsprung in einem taktisch klugen Rennen zu verwalten.“ Kommentierte der Frauen Trainer des See-Club Zug, Simon Scheurer, das Rennen seiner Seniorinnen.

Im Doppelzweier der Frauen offen gingen zwei Zuger Boote an den Start. Der Zweier mit Rahel Reichlin und Fabienne Pfister erwischte einen sehr schweren Vorlauf und konnte sich mit einem vierten Platz hinter den drei späteren Medalliengewinnerinnen nicht für den Final qualifizieren. Ein wenig besser erging es dem Doppelzweier Zanuco, Birrer. Sie konnten sich in ihrem Vorlauf souverän für den A-Final am Sonntag qualifizieren scheiterten aber wie schon Reichlin/Pfister an den Booten aus Biel/Baden, Belvoir und ihren Teamkolleginnen aus dem Vierer vom FRC Morges.

Ebenfalls im A-Finale antreten hiess es für Rahel Reichlin im Skiff der Frauen. Die Zugerin vermochte sich nach einem schlechten Start während des Rennens zu steigern und kam der Viertplatzierten Sybille Hurscheler vom RC Reuss gefährlich nahe. Schlussendlich fehlten zwei Sekunden auf Hurscheler und somit den vierten Platz. Gewonnen wurde das Rennen von der Favoritin Regina Naunheim von Richti/Wädi.

Kein Wettkampfglück für Annen

Wahrlich kein Wettkampfglück vermeldete Samuel Annen, wie auch das gesamte Team der Junioren 17/18 am Samstag in den Vorläufen. Annen fuhr in seinem Skiff-Vorlauf eine Sekunde hinter Patrick Zeller vom SC Rorschach ins Ziel und verpasste somit knapp die Qualifikation für den grossen Final vom Sonntag. Nicht viel besser erging es Annen mit seinem Doppelzweierpartner Johannes Hegglin. Um die Bruchteil einer Sekunde, 0,2 Sekunden sind es genauer, war der Zweier aus Baden früher im Ziel als die beiden Zuger Junioren. Die Qualifikation für den B-Final war dabei nur wenig erheiternd für Annen/Hegglin. Ebenfalls einen Platz im B-Finale vom Sonntag erruderten sich der zweite Zuger A-Junioren-Zweier mit Fabian Senn und Alex Haring. Das zweite Boot des See-Club Zug fuhr mit einem Rückstand von sechs Sekunden auf einen Platz im grossen Final auf den dritten Platz in ihrem Vorlauf.

Die Auslosung für den Vorauf im Doppelvierer der Junioren A verhiess für den Juniorentrainer Stefan Inglin einiges. Eine Qualifikation für den grossen Final lag drin für die Crew mit Samuel Annen, Johannes Hegglin, Alesandro Zanuco und Fabian Senn. Wettkampfpech bzw. eine technische Ungereimtheit schlug den Zuger Vierer auf den vierten Platz zurück. Ein dritter wäre die Qualifikation nötig gewesen.

Trösten kann sich Annen hingegen mit der Selektion im Vierer ohne für die Junioren-WM in Amsterdam im August. Er erhielt den Selektionsentscheid letzte Woche nach einem guten Abschneiden an der Regatta von Bled (SLO).

Besser erging es den Junioren B, welche ebenfalls von Stefan Inglin trainiert werden. Inglins Schützlinge Alesandro Zanuco, Adrian Annen, Philipp Kalt und Sandro Götz qualifizierten sich souverän in ihrem Vorlauf der Doppelvierer für den A-Final. Der Auftritt im Final war dagegen ein wenig ernüchternd. Etwas entgegen dem Rennverlauf wurde der Zuger Vierer auf dem fünften Platz gewertet, lediglich nur drei Sekunden hinter dem Bronzeplatz.

Der Zweier Zanuco, Annen schaffte ebenfalls die Qualifikation für den grossen Final, ihre Kameraden Kalt und Götz jene für den kleinen Final im Doppelzweier.

Vierer unter den Erwartungen

Kein Auslosungsglück in ihren hatten die Zuger A-Juniorinnen Eveline Kaufmann und Nadine Brandenberg. Beiden wurden drei deutlich stärkere Gegnerinnen ins Rennen gesetzt. Zwar kam Eveline Kaufmann einer Finalqualifikation sehr nahe, stoppte aber zu früh ab und verlor um zwei Sekunden den dritten Platz und somit die Qualifikation für den A-Final. „Ein dummer Fehler, der auf diesem Niveau nicht vorkommen darf!“ kommentiert Simon Scheurer den Feauxpas Kaufmann Nadine Brandenberg hatte noch mit einem schweren Los zu kämpfen als Kaufmann. Ihre stand mit Katja Hauser und Tamara Urech zwei Teilnehmerinnen der Junioren-WM und mit Chantal Weibel ein hartes Rennen bevor. Wie erwartet hatte Brandenberg wenig Chance auf einen Finalplatz, Urech und Hauser fuhren vorne weg und Weibel fuhr auf Platz und hielt Brandenberg auf Distanz.

Die beiden Juniorinnen-Vierer blieben unter den Erwartungen ihrers Trainers Simon Scheurer. “Mit den Rennen des 17/18- und des 15/16-Vierers bin ich eigentlich zufrieden, beide zeigten gute Rennen. Jedoch glaube ich, dass man in einem Finalrennen erst mit einer Medallie wirklich zufrieden sein kann!“ so Scheurer.

Die Renngemeinschaft Zug/Thalwil/Rotsee mit Tanja Muff, Muriel Pauli, Johanna Widmer und Solvej Lang wurde durch die Rotsee-Ruderin Lang erst frisch ergänzt. Die Vier 15/16-Juniorinnen hatte vorher also noch kein gemeinsames Rennen gefahren. Um so erfreulicher war es, dass sie ihren Vorlauf für sich entscheiden konnten um auf einer Innenbahn ins Finalrennen vom Sonntag konnten. Nach unglücklichem Start kämpfte die Renngemeinschaft ein starkes Rennen ins Ziel lag am Schluss undankbare zwei Sekunden hinter dem drittplatzierten Boot des See-Club Biel auf Rang fünf.

Ebenfalls fünfte wurde der Vierer Muff, Kaufmann, Brandenberg, Pauli im Rennen der A-Juniorinnen. Gewonnen wurde das Rennen von der Renngemeinschaft Vesenaz/Belvoir, zweite wurde der Vierer von Cham/Bern. Im Rennen von Samstag an der Regatta Greifensee lagen die Zugerinnen im Rennen knapp eine Sekunde hinter Cham/Bern und wurden dann im Titelrennen klar mit 12 Sekunden auf Abstand gehalten.

Hegglin / Studach mit Bronze belohnt

Unerwartet konnte sich der Doppelzweier der Junioren C über eine bronzene Auszeichnung freuen. Der Zweier konnte mit einem fantastischen Endspurt den dritten Platz vor dem Boot aus Rorschach sichern. Nur eine halbe Sekunde vor Hegglin und Studach kam der Zweier des Basler RC ins Ziel. “Das war nervenaufreibend“, so die Juniorentrainer Seraina Knobel und Samuel Meier zum Rennen, “Wir verloren mit einer halben Sekunde den zweiten Platz, hätten aber auch mit Pech undankbar vierte werden können!“

Der zweite Doppelzweier mit Fabian Muff und Michael Kalt konnte sich im Samstagsrennen für den B-Final qualifizieren und wurde in diesem Renne knapp hinter Erlenbach sechster.

Gespannt waren die Trainer Meier und Knobel auch auf das Abschneiden ihrer Schützlinge im Vierer. Die Leistungen der bisherigen Saisonrennen liessen auf einen spannenden Rennausgang hoffen. Das Boot mit Hegglin, Kalt, Studach und Muff hatte sich am Start einen kleinen Rückstand eingefangen, welchen sie, trotz eines starken Endspurtes, bis ins Ziel nicht mehr wettmachen konnten. Sie wurden schlussendlich fünf Sekunden hinter dem Siegerboot aus Schaffhausen vierte. Es fehlten den Zuger Junioren lediglich drei Sekunden für einen Platz auf dem Podest.

Zwei Siege für Struzina

Zwei Siege in zwei Rennen verbuchte der Zuger Mastersruderer Kurt Struzina. Er fuhr im Doppelzweier mit seinem Partner Urs Bernhardsgrütter ein souveränes Rennen und brachte einen ungefährdeten Sieg nach Hause. Zwei Stunden später trupften die beiden auch im Doppelvierer der Masters B mit ihrer Teamkollegen Thomas Petertil und Michael Benn nach. Sie gewannen das Viererrennen mit acht Sekunden Vorsprung auf die Renngemeinschaft RCZ/GCZ.