Gold, vier Silbermedaillen und Bronze am Rotsee und zugleich der Abschied von Cheftrainer Stephan Wiget nach 20 Jahren. 

Der Rückblick auf das nationale Saisonhighlight.

Von Nicole Schmid

 

Am ersten Juliwochenende ging die diesjährige Schweizer Meisterschaft über die Bühne, wie jedes Jahr am Rotsee, dem unbestrittenen Höhepunkt der nationalen Regattasaison. Für den See-Club Zug war eine Delegation von 30 Athlet*innen am Start, von den Masters bis zur U15 war jede Altersklasse vertreten.

Besonders war die diesjährige Ausgabe gleich doppelt: Zum einen wurden neue Kategorien wie der Mixed-Zweier und der Mixed-Achter eingeführt. Zum anderen markierte sie das Ende einer Ära für den See-Club: Es war die letzte Saison mit Stephan Wiget als Cheftrainer. Seit 2006 hat Stephan den Verein zwanzig Jahre lang massgeblich mitgeprägt. In seiner Zeit als Cheftrainer schafften zahlreiche See-Clübler*innen den Sprung ins Nationalkader, es resultierten 22 Medaillen auf internationalen Bühnen, 51 Schweizermeistertitel und 14 Top-3-Platzierungen in der Clubwertung. An dieser Stelle gebührt Stephan ein grosser Dank, wir wünschen ihm für seine Zukunft als Trainer beim Seeclub Wädenswil alles Gute.

 

Medaillen für den See-Club

Das beste Resultat des Wochenendes lieferte der Vierer ohne Steuerfrau der U19-Juniorinnen. Eliot Smart, Jessica Filmer, Anaïs Keller und Judith Bisang dominierten ihren A-Final von Start bis Ziel und siegten mit klaren drei Sekunden Vorsprung.

Silber sicherten sich gleich mehrere Boote: der Männer-Doppelzweier mit Bojan Reuffurth und Ivo Loepfe, der U17-Einer von Jessica Filmer sowie der U19-Junioren-Zweier von Mick Pawlowski und David Bisang. Zusätzlich holte sich Judith Bisang in einer Renngemeinschaft mit dem Ruderclub Cham eine Goldmedaille im U19-Doppelzweier. Die erste Medaille des Wochenendes wurde jedoch schon am Freitagabend erzielt, denn Guilherme Lins sicherte sich im Einer der Masters Bronze.

 

Knapp an der Medaille vorbei

Nur hauchdünn an einer Medaille vorbeigeschrammt sind gleich mehrere Boote: der U19-Einer von David Bisang, der Mixed-Zweier U19 von Mick Pawlowski und Judith Bisang, der Doppelvierer der Frauen mit Olivia Stalder, Julia Lüscher, Polina Mirosnikova und Julia Sidler sowie der Doppelvierer der Männer mit David Bisang, Christoph Krofitsch, Bojan Reuffurth und Ivo Loepfe. Alle vier belegten in ihren A-Finals den undankbaren vierten Platz.

Ebenfalls im A-Finale stand der Doppelvierer der U15-Junioren mit Elias Garcia, Zeno Meier, George Thomas Kondooparambil und Arino Gamboni. Sie erreichten den sechsten Platz. George Thomas Kondooparambil und Arino Gamboni gingen ausserdem im U15-Doppelzweier an den Start und belegten im B-Finale den dritten Platz.

Im B-Finale waren auch Polina Mirosnikova und Julia Sidler im Doppelzweier der Frauen unterwegs. Nachdem sie den A-Finaleinzug im Vorlauf knapp verpasst hatten, entschieden sie das B-Finale mit 14 Sekunden Vorsprung für sich. Leon Klass konnte im Leichtgewichtseiner das B-Finale bestreiten und erreichte dort den dritten Platz.

Zudem waren Mathew Thomas Kondooparambil im U17-Einer, Thomas Rowe und Lennart Herzig, Zeno Meier und Elias Garcia sowie Daniel Klass und Konstantin Gehrt im U15-Doppelzweier am Start. Larissa Meier und Lorraine Gisler starteten im U15-Doppelzweier und Christoph Krofitsch und Olivia Stalder im Elite-Mixed-Zweier. Keinem dieser Boote gelang der Einzug in ein Finale.

 

Ausblick

Insgesamt blickt das Regattateam auf eine erfolgreiche nationale Saison zurück. Gratulation an alle, die sich diese Saison verbessern und ihr Potenzial ausschöpfen konnten! Nach den Schulferien geht es auf Vereinsebene weiter. Das Training wird ab der ersten Septemberwoche von dem neuen Cheftrainer Taimur Cantoni übernommen.

Nun stehen die internationalen Höhepunkte an. Ab dem 23. Juli startet Ivo Loepfe im Doppelvierer an der U23-Weltmeisterschaft, am 24. Juli geht Mick Pawlowski im Achter an dem Coupe de la Jeunesse an den Start, Ende Juli und Ende August bestreitet Bojan Reuffurth die Elite-Europa- und Weltmeisterschaft im Doppelvierer, und ab dem 6. August geht David Bisang im Doppelvierer an der U19-Weltmeisterschaft an den Start. Diesen Athleten wünschen wir viel Erfolg und allen See-Clübler*innen einen schönen Sommer!